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03.04.2013
20:22

Letzter Tag in Jerusalem mit Konzert in Auguste Viktoria

Liebe Daheimgebliebenen,

unser letzter "ganzer" Tag im Heiligen Land ist angebrochen.

Natuerlich geht es bereits um 5.30 Uhr los. Wir machen uns auf zur Geburtskirche Jesu in Bethlehem. Belohnt werden wir mit einem wunderschoenen Sonnenaufgang. Die Sonne und der strahlend blaue Himmel bei sommerlichen Temperaturen werden uns uebrigens den ganzen Tag begleiten...

Nach einem kraeftigen Fruehstueck geht es mit dem Bus zum Herodion, auf dem Herodes eine persoenliche Festungsanlage gebaut hat. Auch hier haben wir rundherum einem phantastischen Blick...

Wir haben "Ausgang": ein paar Stunden bummeln wir in kleinen Gruppen durch die Gassen von Jerusalem, um einzukaufen. Da kann bei den Frauen und Maedels schon einmal ein kleiner Tuecherrausch aufkommen... Doch die Beratung und Begleitung ist dabei erstklassig, denn Tuecher kauft "frau" natuerlich nur im Kollektiv, und ca. 7 - 15 Frauen behaengen die Kaufwillige mit diversen Tuechern und entscheiden, welches oder besser welche (zwischen 2-5 im Durchschnitt) denn nun gekauft wird bzw. gekauft werden. Tja, da kann die maennliche Welt nur staunen, sich in Geduld ueben, um dann in die Preisverhandlungen einzusteigen. Das ganze Unternehmen findet natuerlich auf engstem Raum statt - wie ihr auf dem Bild sehen koennt.

Wir machen uns auf zur Kirche Auguste Victoria, der lutherischen Himmelfahrtskirche. Hier singen wir zum 3. Mal unser Credo "Walls". Der Hall dieser Kirche ist eine besondere Herausforderung fuer den Chor, aber auch ein besonderes Klangerlebnis. Ganz besonders freuen wir uns ueber einen ganz besonderen Fan unseres Chores, den Jersualemer Bischof Dr. Munib Younan. Auf seine persoenliche Einladung hin befinden wir uns im heiligen Land. Die Freude ueber unseren Besuch steht ihm im Gesicht: aufmerksam und mit einem Strahlen und Leuchten in den Augen verfolgt er unser Credo mit grosser Aufmerksamkeit. Aber der Funke springt auch beim uebrigen Publikum ueber. Es haelt die Menschen nicht mehr auf ihren Plaetzen, es wird geklatscht, mitgesungen und auch zum Rhythmus getanzt. Tief bewegt bedankt sich der Bischof zum Abschluss bei dem Chor und vor allem auch bei Eva und Dietrich. Er bezeichnet die beiden als Brueckenbauer zwischen Jerusalem und Rietberg, zwischen Palaestina und Ostwestfalen. Und dem Chor ruft er zu: "Eure Musik erreicht die Herzen der Menschen! Durch euer Singen bringt ihr das Evangelium, die frohe Botschaft oftmals besser in die Welt als manche Pastoere!" Ja, der Schluss des Credos ist ausgelassen und froehlich. Erste internationale Kontakte werden geknuepft, Adressen ausgetauscht. Etwas muede, doch auch mit einer ganz besonderen Leichtigkeit, einem gewissen Zauber machen wir uns auf den Weg zum Hotel. Hier wartet unser letztes, leckeres Abendessen auf uns.

Einen herzlichen Gruss senden und eine gute Nacht wuenschen

Silvana, Walter, Johannes und Mexe

P.S. Natuerlich werden wir ueber unsere Heimfahrt und ueber unsere ganz besonderen Eindruecke von Zuhause aus auch noch berichten. Also, weiter nachschauen...